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Shooting Star Megan Mascaras (USA) und Altmeister Sean McColl (CAN) sind die adidas ROCKSTARS 2015

An diesem Wochenende versammelte sich das Who’s Who der internationalen Wettkampfkletterszene zu einer Climbing Rock Show der Superlative in der Porsche-Arena. Knapp 60 Athleten aus 23 Nationen, darunter mehrere Weltmeister, Europameister und Weltcupgesamtsieger, trafen beim adidas ROCKSTARS Boulder Invitational aufeinander, um auf einer großen Bühne zu mitreißender Musik die Besten der Besten zu küren.
Shooting Star Megan Mascaras (USA) und Altmeister Sean McColl (CAN) sind die adidas ROCKSTARS 2015

Hierfür wurde die Porsche-Arena innerhalb von 10 Tagen in eine Kletterarena verwandelt. Gemeinsam mit der Punkrockband Orange But Green, der Berliner Urban Dance Crew Fothamockaz und den beiden Extreme Sports DJs Chainsaw und Sungod feierten rund 3.500 Zuschauer am Samstagabend die zwölf Finalisten aus acht Nationen, die während eines spannenden Wettkampfes kontinuierlich der Schwerkraft trotzten und Kräfte mobilisierten, wo eigentlich keine mehr waren. Spektakuläre, kraftvolle und dynamischen Züge in der überhängenden Vertikalen ließen das fachkundige Stuttgarter Publikum immer wieder in neue Begeisterungsstürme ausbrechen.

Es war ein Finale der „Next Generation“: vier der sechs Finalistinnen waren unter 18, eine 18 Jahre alt. Die erst 17jährige Megan Mascarenas (USA), die zum ersten Mal an dem Einladungswettbewerb teilnahm und sowohl die Qualifikation als auch das Semifinale gewann, sicherte sich im Superfinale gegen Vorjahressiegerin Akiyo Noguchi (JPN) den Titel adidas ROCKSTAR 2015.

Titelverteidiger Sean McColl (CAN), erreichte sein erklärtes Ziel und schaffte mit seinem dritten Sieg nach 2012 und 2014 den Hattrick. „Als ich den ersten Cut-off in die Top 3 geschafft hatte, musste ich lachen, denn damit hatte ich auf jeden Fall zum vierten Mal in Folge einen Platz auf dem Podium sicher“, so McColl. „Es ist immer aufregend am Superboulder zu klettern. Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung wie es laufen würde. Ich dachte, wir beide würden den Sprung im ersten Versuch schaffen und dass es wieder ein Rennen auf den Buzzer geben würde. Aber der Sprung war doch ziemlich schwer. Als ich dann die Reaktion des Publikums auf Reis Sturz hörte, habe ich rüber geschaut, um sicher zu gehen, dass er wirklich gestürzt ist. Mir war bewusst, dass es sehr schwer ist, an so einem Boulder aufzuholen, also habe ich mir Zeit genommen, mich entspannt und mir mehr Zeit gelassen also sonst, um das Top zu erreichen. Ich bin nicht gestürzt und das war das Entscheidende. Ich habe einfach versucht, keine Fehler zu machen und durchzukommen.“ Janja Garnbret (SLO), mit 16 Jahren die jüngste Teilnehmerin bei den Profis, lag nach den ersten beiden Finalbouldern in Führung, rutschte aber beim dritten Problem zweimal vom Topgriff ab und verpasste somit den Sprung ins Superfinale.

Der adidas ROCKSTAR von 2013, Jernej Kruder (SLO), der gemeinsam mit seiner Schwester Julija im Finale stand, war ebenfalls zufrieden mit seinem dritten Platz. „Ich bin froh, dass ich es ins Finale geschafft habe, übrigens zum dritten Mal in Folge. Klar wäre ich gerne im Superfinale gewesen, aber das macht mir nichts aus. Ich habe mich etwas krank gefühlt, konnte mich aber zusammenreißen und bin besser gewesen als ich das erwartet hätte.“ Jernejs Highlight war gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester Julija (17) im adidas ROCKSTARS Finale zu stehen. „Ich habe mir oft gewünscht, gemeinsam mit meiner Schwester auf der Bühe zu stehen. Als ich gehört habe, dass wir beide im Finale sind und ich auch noch zeitgleich mit Julija klettere, habe ich mich riesig gefreut, das war sehr emotional.“

Damen:

  1. Megan Mascarenas (USA)
  2. Akiyo Noguchi (JPN)
  3. Janja Garnbret (SLO)
  4. Stasa Gejo (SRB)
  5. Miho Nonaka (JPN)
  6. Julija Kruder (SLO)

Herren:

  1. Sean McColl (CAN)
  2. Rei Sugimoto (JPN)
  3. Jernej Kruder (SLO)
  4. Alexey Rubtsov (RUS)
  5. Jongwon Chon (KOR)
  6. Simon Unger (GER)

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