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Die Extreme Kajak World Championship 2014

Zum siebten Mal in Folge findet auf der legendären Wellerbrückenstrecke im österreichischen Ötztal die adidas Sickline Extreme Kayak World Championship statt. Zwischen dem 02. und 04. Oktober 2014 treffen sich die weltbesten Wildwasserpaddler im längsten Alpental Tirols vor der imposanten Kulisse von 250 Dreitausendern, um den begehrten Weltmeistergürtel zu erkämpfen.
Die Extreme Kajak World Championship 2014

Mit einem beeindruckenden Finallauf sicherte sich der 24-jährige Joe Morley aus Leeds in Großbritannien im Oktober 2013 die Extremkajak WM Krone. Dabei ließ der Engländer nicht nur ein hochkarätiges Feld hinter sich, sondern auch den scheinbar unschlagbaren dreifachen Weltmeister Sam Sutton aus Neuseeland. 150 der weltbesten Wildwasser-, Slalom- und Freestylepaddler aus 24 Nationen trafen bei der 6. Sickline WM im malerischen Ort Oetz aufeinander, um auf dem als Wellerbrücke bezeichneten Abschnitt der Ötztaler Ache, einer der schwierigsten und legendärsten Wildwasserstrecken der Welt, um Weltmeisterehren zu kämpfen.

Die Wellerbrückenstrecke ist massives Wildwasser der Stufe 5, das heißt sowohl technisch schwierig als auch gefährlich. Jeder noch so kleine Fehler hat Konsequenzen. Die berühmt-berüchtigten Stromschnellen Champions Killer (der letzte Wasserfall der 280-meter langen Rennstrecke) und Champions Killer Minus 1 (die Walze oberhalb des Champions Killers) sind zugleich gefürchtet und beliebt bei Extremkajakern aus aller Welt, die großen Respekt vor dem Flussabschnitt haben, aber genauso darauf brennen, ihn zu bezwingen.

Die Teilnehmer sind sich einig, dass die adidas Sickline WM einzigartig ist, denn hier treffen Athleten der unterschiedlichsten Kajakdisziplinen – Extrempaddler, Slalomfahrer und Expeditionskajaker - in einem Rennen aufeinander. Durch das Head-to-Head Format ist es schwierig überhaupt, ins Finale zu kommen. Jeder der 15 Finalisten, der das schafft, hat die Fähigkeit eine Medaille zu holen. 

Zum erstem Mal in der Geschichte der adidas Sickline WM durften 2013 die Top 5 Damen der Qualifikation ihren Wettkampf um den Titel der adidas Sickline Queen auf der oberen Wellerbrückenstrecke austragen. In 2012 waren nur die Top 3 Damen zugelassen. Mit einer Siegerzeit von 2:12.28 nach zwei Läufen, wurde die 22-jährige Nouria Newman aus Frankreich zur schnellsten Frau der Wellerbrücke gekrönt.

Nur die besten kommen weiter

Die insgesamt 48 Finalisten, die an der Wellerbrücke ins Rennen gehen, treten in einem ‚Head-to-Head’ Format gegeneinander an. Das heißt der schnellste der Qualifikation ‚duelliert’ sich mit Platz 48, der zweitschnellste mit Platz 47 und so weiter. Die drei Medaillengewinner des Vorjahres werden anhand eines Zeitlaufs auf der Qualistrecke in das Wettkampfraster eingeordnet. Der jeweils schnellere Kajaker eines Laufs kommt in die nächste Runde, gemeinsam mit zwei ‚Lucky Losern’ – den zwei Zeitschnellsten der ausgeschieden Top 48 Athleten. Auch die Top 26 treten wieder im Dual-Modus gegeneinander an. Die 13 Athleten, die sich in dieser Runde durchsetzen, kämpfen gemeinsam mit zwei ‚Lucky Losern’ – den zwei Zeitschnellsten der ausgeschieden Top 26 Athleten – um Weltmeisterehren. Im Superfinal siegt die schnellste Zeit. Jeder der Top 15 hat genau einen Versuch, sich einen Platz auf dem Podium zu sichern. Der Athlet mit der langsamsten Zeit aus dem vorangegangen Lauf startet als erster – und nimmt im ’Hotseat’-Whirlpool, dem Thron des Zeitschnellsten, Platz. Seine Zeit muss nun im Superfinal unterboten werden. Wer schneller ist, darf den Führenden von seinem Thron stoßen. Wer am Ende noch im Whirlpool sitzt, ist verdienter Weltmeister.

Safety First

An der Wellerbrücke wartet die Ötzaler Ache, mit einer der weltweit schwierigsten Wildwasserpassagen, auf perfekte Voraussetzungen, um dort die besten Extremkajaker der Welt zu küren. Aus Sicherheitsgründen ist die Wellerbrückenstrecke von den Behörden jedoch das ganze Jahr über gesperrt und wird nur für den Zeitraum der adidas Sickline Extreme Kayak World Championship geöffnet. „Absicherung ist in unserem Sport lebenswichtig und gehört beim Wildwasser-Kajaken eigentlich zu den Routineaufgaben,“ sagt Olaf Obsommer, Vater der Sickline. „Aber es ist schon was anderes, ob man für eine kleine Gruppe von Paddelkollegen, die man sehr gut kennt, verantwortlich ist oder für eine Gruppe von 100 Athleten aus 20 Nationen. Da muss man schon ganz andere Geschütze auffahren.“

Wasserrettung, Bergrettung und Österreichisches Rotes Kreuz arbeiten bei der adidas Sickline WM Hand in Hand, um die bestmögliche Absicherung der Athleten aus aller Welt zu gewährleisten. Dabei kommt es auch zum Einsatz innovativer Rettungsmittel, wie einer redundanten Seilbahn, die von der Bergrettung Tirol bereits im Vorfeld der Veranstaltung errichtet wird, um Rettungswege- und Rettungsintervalle in dem äußerst schwierigen Einsatzgelände zu verkürzen und den Rettungskomfort zu erhöhen.

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